01.10.2014 - Mit Spitzenforschung Schlüsselpositionen besetzen

Robert Bosch Zentrum für Leistungselektronik warb 2013 Forschungsgelder in Höhe von 750.000 Euro ein.

Von: Pia Karge

Vor fünf Jahren unterzeichneten die Hochschule Reutlingen, die Bosch-Gruppe und die Universität Stuttgart den Vertrag für das gemeinsame Robert Bosch Zentrum für Leistungselektronik. Nun blicken die Beteiligten auf eine positive Entwicklung des Lehr-und Forschungsverbundes zurück. Besonders die Höhe der eingeworbenen Drittmittel im Jahr 2013 ist ein großer Erfolg. „Die Hochschule Reutlingen belegt im Bereich Forschung einen sehr guten Platz 6 unter allen 21 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Das rbz steht beispielhaft für die erstklassige Forschung, die die Hochschule betreibt“, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Hendrik Brumme.

Forschung an der Hochschule

Die Forschung an der Hochschule Reutlingen ist sehr gut aufgestellt und lag 2013 über dem festgesetzten Planziel: „Im vergangenen Jahr hat die gesamte Hochschule im Bereich Forschung über drei Millionen Euro an Forschungsdrittmitteln einwerben können“, erklärte Brumme. „Es ist uns gelungen, die Forschungsgelder in den letzten sechs Jahren zu vervierfachen.“ Somit sei die Forschung überproportional gewachsen, bilanzierte der Präsident.

Aktive Mitarbeit

„Die Forschungsaktivitäten an der Hochschule Reutlingen haben sich in den letzten Jahren im großen Maße ausgedehnt“, erklärte Prof. Dr. Gerhard Gruhler, Vizepräsident für Forschung. „Neben den Forschungsmitarbeitern tragen mehr als 90 forschungsaktive Professoren aus allen Fakultäten der Hochschule  im Rahmen eingeworbener Drittmittelprojekte und durch Publikationen zum Forschungsumsatz bei.“

Robert Bosch Zentrum auf Erfolgskurs

Einen dreifachen Erfolg feierte das Robert Bosch Zentrum 2013 bei der Ausschreibung „IngenieurNachwuchs“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Allein diese bewilligten Forschungsanträge bringen bis 2017 Fördergelder in Höhe von 1,2 Millionen Euro an die Hochschule. Insgesamt beliefen sich die eingeworbenen Drittmittel 2013 im Robert Bosch Zentrum auf rund 750.000 Euro. „Unser Ziel ist es, das Fördervolumen bis 2016 zu verdoppeln“, so rbz-Prof. Dr.-Ing. Bernhard Wicht.

Unter dem Motto „immer kleiner, immer leistungsfähiger“ forschen die Wissenschaftler an elektronischen Bauelementen, die beispielsweise das große Netzteil des Smartphones oder den Hydraulikantrieb von Autolenkern ersetzen sollen.  „In Europa hängen einige hunderttausende Arbeitsplätze von der Elektronik und Mikroelektronik ab“, sagte Wicht. Er betonte, dass in den nächsten Jahren völlig neuartige technische Systeme mit intelligenten Funktionen in den Bereich Leistungselektronik vordringen, die bisher noch ohne sie auskommen würden. „Mit unserer Spitzenforschung besetzen wir eine Schlüsselposition für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen in der Region und in Deutschland.“

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